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Impressionen

Heut ist der Heiland geboren – eine Rückengeschichte

Erzähle einmal die Weihnachtsgeschichte nach Lukas mit Deinen Händen auf dem Rücken eines anderen.

Vorbemerkungen für die Erzählung einer Rückengeschichte mit Kindern

Es werden Paare gebildet. Entweder legt sich jeweils ein Kind von beiden mit dem Bauch entspannt auf den Teppichboden, den Kopf auf die Arme. Oder es stellt sich jeweils das eine Kind so vor das andere, dass es mit dem Rücken zu ihm steht.

Der Rücken ist die Erzählfläche. Mit den Fingern und Händen wird die Geschichte auf dem Rücken, das heißt, von den Schultern bis zur Taille, gespielt, gestaltet, gemalt und nachempfunden.

Die Erzählperson ist von allen gut zu sehen. Entweder macht die Erzählperson ihre Bewegungen sichtbar in der Luft oder sie erzählt im Sitzen und gestaltet dabei auf dem Rücken eines Kindes.

Nach der Geschichte oder zur Hälfte der Erzählung wechseln die Kinder ihre Position, so dass das eine Kind mit seinen Fingern gestaltet, das andere die Geschichte auf dem Rücken hautnah spürt.

Tipp: Die Hände und Finger behutsam und vorsichtig einsetzen!

Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas 2, 1-20

Das Signalhorn war nicht zu überhören. Von überall her eilten die Bewohner der Stadt Nazareth auf den Marktplatz.

Mit den Fingern von allen Seiten zur Mitte krabbeln.

Die Stimme des Herolds erschallte über den ganzen Platz und darüber hinaus in jedes Haus: „Kaiser Augustus befiehlt: Macht euch auf in die Stadt eurer Väter. Dort lasst euch zählen.“

Mit den Handflächen von der Mitte aus in alle Richtungen über den Rücken streichen.

Viele lebten schon seit Generationen in Nazareth. Daher gingen sie zum Herold und trugen sich gleich dort mit ihren Namen in die Steuerlisten ein.

Finger krabbeln von den Seiten zur Mitte. Mit einem Finger seinen Namen schreiben.

Josef aber machte sich zusammen mit Maria auf den Weg nach Bethlehem. Maria ritt auf einem Esel, den Josef vorsichtig über Stock und Stein führte. Die Reise war mühsam, besonders für Maria.

Mit den Händen an den Schultern fassen und leicht rhythmisch hin und her bewegen.

Maria war schwanger und erwartete bald ihr Kind.

Hände auf den Schultern ruhen lassen.

Oft machten sie eine Pause, und Josef klopfte Maria den Rücken – knetete sie – streichelte sie.

Behutsam und ausgiebig massieren.

Hin und wieder saßen beide auf und ritten mit dem Esel über Hügel und durch Täler nach Bethlehem.

Schultern fassen, hin und her bewegen.

In Bethlehem angekommen klopften sie an jeder Herberge, aber es war kein Platz mehr frei. Am Ende fanden sie einen leeren Viehstall.

Mit der Faust leicht an verschiedenen Stellen anklopfen.

Josef breitete Stroh auf dem Boden aus und für Maria eine Wolldecke, damit sie dort lagern konnten.

Finger gleiten über den ganzen Rücken. Eine Handfläche auflegen; dann die andere.

Mitten in der Nacht geschah es: Jesus kam zur Welt.

Faust auflegen, Finger spreizen, stillhalten.

Maria wickelte das Kind in Windeln und legte es liebevoll in die Futterkrippe mit Stroh.

Handkanten von links und rechts zur Mitte führen. Handflächen drehen und auflegen.

Immer wieder streichelte sie ihr Kind und sagte: „Jesus, mein lieber Jesus!“

Mehrmals kurz streicheln.

Noch ahnte niemand, was geschehen war. Oder?

Ein Fragezeichen auf den Rücken malen. Alternative: mit dem Finger Kreise malen.

In derselben Nacht saßen Hirten auf dem Felde und wärmten sich am Lagerfeuer. Das Feuer knisterte heftig.

Handfläche mehrmals auflegen. Mit den Fingern kraulen.

Plötzlich leuchtete es taghell. Ein Licht, heller als die Sonne, breitete sich über das ganze Land aus. Handflächen streicheln sanft über den Rücken.

Die Hirten zitterten vor Angst.

Mit den Handflächen mehrmals schnell klopfen.

Da sprach mit klarer Stimme ein Engel zu ihnen: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkünde euch große Freude, die allen widerfahren wird. Denn euch ist Christus geboren, der Heil und Segen bringt!“

Hände ruhen auf den Schultern.

War das alles nur ein Traum?

Ein Fragezeichen malen. Alternative: mit dem Finger Kreise malen.

Aber nein. Engelsgesang erfüllte die Nacht und berührte die Herzen der Hirten: „Ehre sei Gott und Friede auf Erden, den Menschen ein Wohlgefallen!“

Eine Handfläche in der Mitte auflegen und spiralförmig nach außen streichen.

Dann wurde es wieder Nacht und die Hirten liefen unruhig hin und her und riefen einander zu: „Was hat der Engel gesagt? In Bethlehem ist er geboren? Christus, der hilft und heilt? Kommt schnell! Lasst uns sehen, was in Bethlehem geschehen ist!“

Mit Fingerspitzen hin und her tappen.

Als die Hirten im Stall ankamen, da sahen sie Maria und Josef an der Krippe stehen.

Die eine Handfläche links auflegen. Die andere Handfläche rechts auflegen.

Und das Kind, so meinten sie, lächelte ihnen zu.

Ein lachendes Gesicht malen.

Die Hirten erzählten, was sie auf dem Feld erlebt hatten. Und Maria behielt alles in ihrem Herzen.

Ein Herz malen.

Die Hirten aber liefen in die Stadt Bethlehem und riefen den Leuten zu:

Mit den Fingern krabbeln.

„Heute ist der Heiland geboren!“

Ein Kreuz aufmalen.

Von Ewald Schulz, bearbeitet von Adelheid Neserke

 

 

 

 

 

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  • 30.06.2018 @ 10:00 - 15:00 | Lippstadt
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  • 19.08. - 24.08.2018 |
    „Wind, Wellen und Wasser elementar erfahren“ – Segelwoche
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  • 15.09.2018 @ 09:30 | Bibeldorf Rietberg
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  • 09.11. - 11.11.2018 | Haus Nordhelle
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